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QM Glossar

Qualitätsmanagement Begriffe verständlich erklärt

Dieses Glossar erklärt häufig verwendete Qualitätsmanagement Begriffe anhand ihrer Bedeutung im Arbeitsalltag. Die kurzen Erläuterungen helfen Teams, dieselben Wörter für dieselben Sachverhalte zu verwenden. Sie sind Orientierungshilfen und keine verbindlichen Definitionen aus einer Norm. Prüfen Sie für formale Bewertungen immer die einschlägige Originalquelle und den Kontext Ihrer Organisation.

Zentrale Begriffe im Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagementsystem (QMS)
Das Zusammenspiel von Prozessen, Verantwortlichkeiten und Regeln zur Steuerung der Qualität. Eine Software unterstützt dieses System, ersetzt aber nicht dessen tatsächliche Anwendung durch Menschen.
Dokumentenlenkung
Regelt Erstellung, Prüfung, Freigabe, Verteilung und Änderung von dokumentierter Information. Ziel ist, dass die richtigen Personen mit gültigen Vorgaben arbeiten. Mehr zur Dokumentenlenkung.
Aufzeichnung oder Nachweis
Dokumentiert, was tatsächlich stattgefunden hat, etwa eine Prüfung oder eine Schulung. Ein ausgefüllter Nachweis unterscheidet sich von einer Vorlage, die lediglich beschreibt, was künftig festgehalten werden soll.
Revision
Ein bestimmter Bearbeitungsstand eines Dokuments. Eine neue Revision ist nicht automatisch freigegeben; Versionsverwaltung und Freigabestatus müssen getrennt betrachtet werden.
Abweichung
Ein festgestellter Unterschied zwischen einer Anforderung und dem tatsächlichen Zustand. Beschreiben Sie Sachverhalt, Auswirkung und betroffenen Prozess, bevor Sie Ursachen und Maßnahmen festlegen.
Korrektur
Beseitigt eine konkret festgestellte Abweichung, beispielsweise eine falsch beschriftete Datei. Sie allein zeigt noch nicht, dass die Ursache behoben wurde oder eine Wiederholung verhindert ist.
CAPA
Corrective and Preventive Action: ein strukturierter Umgang mit Ursachen, Maßnahmen und deren Wirksamkeit. Eine geschlossene Aufgabe allein ist kein Wirksamkeitsnachweis. Mehr zum CAPA-Prozess.
Wirksamkeitsprüfung
Bewertet anhand vorher definierter Kriterien, ob eine Maßnahme das beabsichtigte Ergebnis erreicht hat. Zeitpunkt, Prüfmethode und überprüfbare Beobachtungen sollten nachvollziehbar dokumentiert sein.
Internes Audit
Eine geplante, nachvollziehbare Bewertung anhand festgelegter Kriterien. Unabhängigkeit, geeignete Nachweise und dokumentierte Ergebnisse sind wichtiger als das bloße Abhaken einer Audit-Checkliste.
Audit Trail
Eine nachvollziehbare Folge dokumentierter Systemereignisse. Sie kann zeigen, wer wann etwas geändert hat. Ein technischer Änderungsverlauf beweist für sich allein keine regulatorische Konformität.
Kompetenz
Die Fähigkeit, Wissen und Fertigkeiten in einer konkreten Tätigkeit anzuwenden. Teilnahme an einer Schulung und bestätigte Kompetenz sind unterschiedliche Nachweise und sollten nicht gleichgesetzt werden.
Risiko
Die Wirkung von Unsicherheit auf ein Ziel. Im Qualitätsmanagement werden mögliche Auswirkungen und angemessene Maßnahmen im konkreten Prozesskontext bewertet; eine Punktzahl ersetzt nicht die fachliche Begründung.

Begriffe im eigenen Prozess anwenden

Vereinbaren Sie im Team eindeutige Begriffe für Vorgaben, Nachweise und Status. Nutzen Sie unsere Ratgeber für konkrete Arbeitsschritte und die Normenübersicht zur Einordnung. Dokumentieren Sie organisationsspezifische Definitionen dort, wo Mitarbeitende sie bei der Arbeit finden können.

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