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Glossar · ISO 9001 Abschnitt 7.1.5

Prüfmittelüberwachung nach ISO 9001

Die Prüfmittelüberwachung stellt sicher, dass Mess- und Prüfmittel verlässliche Ergebnisse liefern. ISO 9001 verlangt in Abschnitt 7.1.5, geeignete Ressourcen für Überwachung und Messung bereitzustellen und sie zu erhalten. Wo Messergebnisse rückführbar sein müssen, werden Messmittel in festgelegten Abständen kalibriert oder verifiziert, gekennzeichnet und vor unbeabsichtigter Verstellung geschützt.

  • ISO 9001 Abschnitt 7.1.5
  • Kalibrierung und Verifizierung
  • Rückführbarkeit auf Normale
Aktualisiert am 13. Oktober 20262 Min. Lesezeit

Die wichtigsten Begriffe

  • Kalibrierung: Vergleich eines Messmittels mit einem genaueren Normal. Ergebnis ist die Abweichung, nicht automatisch eine Einstellung.
  • Justierung: Einstellen des Messmittels, damit die Abweichung möglichst klein wird.
  • Verifizierung: Bestätigung, dass das Messmittel die festgelegten Anforderungen erfüllt, etwa eine maximale Abweichung.
  • Rückführbarkeit: lückenlose Kette von Vergleichen bis zu nationalen oder internationalen Normalen. Gibt es keine, wird die Grundlage der Kalibrierung dokumentiert.

Was ISO 9001 verlangt

  1. 1

    Eignung sicherstellen

    Messmittel passen zur Messaufgabe, etwa in Auflösung und Messbereich.

  2. 2

    Kalibrieren oder verifizieren

    In festgelegten Abständen oder vor Gebrauch, mit rückführbaren Normalen.

  3. 3

    Kennzeichnen

    Der Kalibrierstatus ist erkennbar, etwa durch Plakette oder Liste.

  4. 4

    Schützen

    Vor Verstellung, Beschädigung oder Verschlechterung, die das Ergebnis ungültig machen würde.

  5. 5

    Bei Fehlern bewerten

    Ist ein Messmittel ungeeignet, wird geprüft, ob frühere Messergebnisse beeinträchtigt sind, und gegebenenfalls gehandelt.

Nachweise über die Eignung sind als dokumentierte Information aufzubewahren. Der letzte Schritt wird in der Praxis am häufigsten vergessen und ist im Audit eine beliebte Frage.

Praxis im Betrieb

Bewährt hat sich eine Prüfmittelliste mit Nummer, Bezeichnung, Standort, Intervall, letztem und nächstem Termin und Ergebnis. Kalibrierintervalle richten sich nach Herstellerangabe, Nutzungshäufigkeit und Erfahrung. Externe Kalibrierlabore sind externe Anbieter und werden bewertet, bei akkreditierten Laboren meist mit geringem Aufwand.

In docxpert umsetzen

docxpert verwaltet keine einzelnen Prüfmittel mit Kalibrierterminen. Dafür nutzen Sie ein Fachsystem oder eine gelenkte Liste. Die Vorlage „Überwachungs- & Messmittel“ der Vorlagenbibliothek beschreibt das Verfahren. Messmittel ohne gültige Kalibrierung erfassen Sie als Abweichung im Abweichungsmanagement und bewerten dort die Auswirkung auf frühere Ergebnisse.

Häufige Fragen

Muss jedes Messmittel kalibriert werden?

Nur wenn die Rückführbarkeit gefordert oder für Vertrauen in die Ergebnisse nötig ist. Ein Zollstock für grobe Maße braucht oft keine Kalibrierung, ein Messschieber für Prüfmaße schon.

Wie lang sind übliche Kalibrierintervalle?

Häufig ein Jahr. Das Intervall sollte aber nach Herstellerangabe, Nutzung und bisherigen Ergebnissen festgelegt und bei Bedarf angepasst werden.

Was tun, wenn ein Messmittel bei der Kalibrierung durchfällt?

Prüfen, welche Messungen seit der letzten gültigen Kalibrierung damit gemacht wurden, ob Produkte betroffen sind, und das Ergebnis festhalten.

Was ist der Unterschied zwischen Kalibrieren und Eichen?

Eichen ist eine gesetzlich geregelte Prüfung für bestimmte Messgeräte, etwa im Handel. Kalibrieren ist der allgemeine Vergleich mit einem Normal.

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Checkliste internes Audit ISO 9001

Auditfragen zu allen Kapiteln 4 bis 10 – zum Abhaken und als PDF.