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Glossar · Bewertung

Kennzahlen im Qualitätsmanagement

Kennzahlen im Qualitätsmanagement machen sichtbar, ob Prozesse ihre Ziele erreichen und ob sich etwas verbessert. ISO 9001 verlangt in Abschnitt 9.1, festzulegen, was überwacht und gemessen wird, mit welchen Methoden und wann die Ergebnisse analysiert und bewertet werden. Eine feste Liste von Kennzahlen schreibt die Norm nicht vor. Gute Kennzahlen sind deshalb immer auf das eigene Unternehmen zugeschnitten: Ein Ingenieurbüro misst andere Dinge als ein Serienfertiger, und ein junges QM-System braucht andere Schwerpunkte als ein seit Jahren eingespieltes.

  • ISO 9001 Abschnitt 9.1
  • Grundlage für Qualitätsziele
  • Wenige, aber aussagekräftige Werte
Aktualisiert am 13. Oktober 20262 Min. Lesezeit

Bewährte Kennzahlen

BereichKennzahlHinweis
KundenReklamationsquote, Kundenzufriedenheit, WiederkaufquoteReklamationen auf Aufträge oder Umsatz beziehen
LieferungLiefertreue, DurchlaufzeitBestätigten, nicht gewünschten Termin als Maßstab
ProduktionAusschussquote, Nacharbeitsquote, ErstausbeuteJe Linie oder Produktgruppe betrachten
LieferantenBeanstandungsquote im Wareneingang, LiefertreueGrundlage der Lieferantenbewertung
VerbesserungDurchlaufzeit von CAPAs, Anteil wirksamer MaßnahmenZeigt, ob das System lernt
MitarbeitendeAnteil überfälliger SchulungenHinweis auf Kompetenzlücken

Die richtigen Kennzahlen auswählen

  1. 1

    Von Zielen ausgehen

    Jede Kennzahl sollte einem Qualitätsziel oder einer Prozessanforderung dienen.

  2. 2

    Wenige wählen

    Fünf bis zehn Kennzahlen auf Unternehmensebene reichen meist; Prozesse ergänzen eigene.

  3. 3

    Definition festlegen

    Formel, Datenquelle, Verantwortlicher und Intervall schriftlich festhalten, damit alle dasselbe messen.

  4. 4

    Zielwert und Reaktion festlegen

    Ab welchem Wert wird gehandelt, und wer entscheidet?

Früh- und Spätindikatoren

Spätindikatoren wie Reklamationen oder Gewährleistungskosten zeigen Probleme, wenn sie den Kunden bereits erreicht haben. Frühindikatoren wie Erstausbeute, Ergebnisse der Zwischenprüfung oder überfällige Schulungen zeigen Risiken, bevor Schaden entsteht. Ein gutes Kennzahlenset kombiniert beide. So können Sie gegensteuern, bevor ein Kunde reklamiert, und gleichzeitig prüfen, ob die Maßnahmen am Ende beim Kunden ankommen.

Typische Fehler

  • Zu viele Kennzahlen, die niemand regelmäßig ansieht.
  • Kennzahlen ohne Zielwert, sodass unklar bleibt, ob ein Wert gut oder schlecht ist.
  • Nur nachlaufende Werte wie Reklamationen, keine frühen Signale wie Erstausbeute.
  • Abweichungen werden berichtet, aber nicht behandelt.

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docxpert hat kein Kennzahlen-Dashboard für Ihre Prozessdaten; die Werte stammen aus ERP, CAQ oder Tabellen. Definitionen, Zielwerte und Bewertungen pflegen Sie mit der Vorlage „Ziele & Kennzahlen“ aus der Vorlagenbibliothek als gelenktes Dokument und bringen die Ergebnisse in die Managementbewertung.

Häufige Fragen

Welche Kennzahlen verlangt ISO 9001?

Keine bestimmten. Die Norm verlangt, festzulegen, was überwacht und gemessen wird. Kundenzufriedenheit muss in jedem Fall überwacht werden.

Wie viele Kennzahlen sind sinnvoll?

So wenige wie möglich, so viele wie nötig. Auf Unternehmensebene reichen meist fünf bis zehn.

Was ist der Unterschied zwischen Kennzahl und Ziel?

Eine Kennzahl misst einen Zustand, ein Ziel legt fest, welchen Wert sie bis wann erreichen soll.

Wie oft sollten Kennzahlen ausgewertet werden?

Prozesskennzahlen oft monatlich, Unternehmenskennzahlen mindestens zur Managementbewertung.

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