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Funktion · Prozessmanagement

Prozessmanagement Software für das Qualitätsmanagement

Mit der Prozessmanagement Software in docxpert beschreiben Sie Ihre Prozesse für das Qualitätsmanagement dort, wo auch die Dokumente liegen: mit Verantwortlichen, Normkapitel, Beschreibung und den zugehörigen Verfahrens- und Arbeitsanweisungen. So entsteht eine Prozesslandschaft, die Auditoren nachvollziehen können.

  • ISO 9001 Kap. 4.4
  • Prozesslandkarte
  • Verknüpfte Dokumente
  • Prozessverantwortliche
Prozessliste mit ISO-Kapitel, Beschreibung und Anzahl verknüpfter Dokumente
Screenshot mit Beispieldaten

Warum der prozessorientierte Ansatz zählt

ISO 9001 fordert in Kapitel 4.4, die für das Qualitätsmanagementsystem benötigten Prozesse zu bestimmen – mit Eingaben, Ergebnissen, Abfolge, Wechselwirkungen, Kriterien, Ressourcen, Verantwortlichkeiten, Risiken und Chancen. Auditoren prüfen heute nicht mehr Kapitel für Kapitel, sondern folgen Prozessen: Wie läuft ein Auftrag von der Anfrage bis zur Auslieferung, und welche Vorgaben gelten an jeder Stelle?

In vielen Unternehmen existiert dafür eine Prozesslandkarte als Grafik – getrennt von den Dokumenten, die die Prozesse regeln. Ändert sich ein Prozess, passen Grafik und Dokumente nicht mehr zusammen. docxpert verbindet beides: Jeder Prozess kennt seine Dokumente, und jedes Dokument kennt seinen Prozess.

Was das Prozessmanagement in docxpert kann

Prozesse mit NormbezugName, ISO-Kapitel, Beschreibung und verantwortliche Person je Prozess – zum Beispiel Einkauf (8.4) oder interne Audits (9.2).
Verknüpfte DokumenteVerfahrensanweisungen, Arbeitsanweisungen und Formulare werden einem Prozess zugeordnet; die Liste zeigt, wie viele Dokumente zu jedem Prozess gehören.
RückverfolgbarkeitIn der Rückverfolgbarkeit verbinden Sie Prozesse, Dokumente und Normanforderungen zu einer nachvollziehbaren Kette.
Prozesslandkarte als VorlageDie Vorlagenbibliothek enthält eine Vorlage für Prozesslandkarte und Wechselwirkungen, die an Ihre Prozesse angepasst wird.
ProzessverantwortlicheWer für einen Prozess verantwortlich ist, prüft typischerweise auch die zugehörigen Dokumente – das lässt sich in den Freigaberegeln abbilden.
Grundlage für AuditsInterne Audits lassen sich nach Prozessen planen; die verknüpften Dokumente sind die Vorgaben, gegen die geprüft wird.
Rückverfolgbarkeit von Normanforderungen zu Dokumenten
Normanforderungen, Prozesse und Dokumente verknüpft · Screenshot mit Beispieldaten

So bauen Sie Ihre Prozesslandschaft auf

  1. 1

    Prozesse sammeln

    Starten Sie mit zehn bis zwanzig Prozessen, gegliedert in Führungs-, Kern- und Unterstützungsprozesse. Mehr Detail ist am Anfang selten hilfreich.

  2. 2

    Verantwortliche festlegen

    Jeder Prozess bekommt eine verantwortliche Person, die Ziele, Kennzahlen und Dokumente des Prozesses im Blick hat.

  3. 3

    Normkapitel zuordnen

    Ordnen Sie jedem Prozess die wichtigsten Normkapitel zu. So sehen Sie später, welche Anforderungen durch welchen Prozess erfüllt werden.

  4. 4

    Dokumente verknüpfen

    Verbinden Sie bestehende Dokumente mit den Prozessen. Prozesse ohne Dokumente sind Kandidaten für eine Lücke – oder brauchen bewusst keine Vorgabe.

  5. 5

    Wechselwirkungen beschreiben

    Halten Sie fest, welche Ergebnisse ein Prozess an andere liefert. Die Prozesslandkarte aus der Vorlagenbibliothek bündelt diese Sicht in einem gelenkten Dokument.

Beispiel einer schlanken Prozesslandschaft

ProzessartBeispieleTypische Normkapitel ISO 9001
FührungsprozesseStrategie und Ziele, Managementbewertung, interne Audits5, 6, 9.2, 9.3
KernprozesseVertrieb und Auftragsklärung, Entwicklung, Einkauf, Produktion, Versand8.2, 8.3, 8.4, 8.5, 8.6
UnterstützungsprozessePersonal und Schulung, Infrastruktur und Wartung, Dokumentenlenkung, IT7.1, 7.2, 7.5
VerbesserungReklamationen, Abweichungen, Korrekturmaßnahmen8.7, 10.2

Was in einen guten Prozesssteckbrief gehört

Ein Prozesssteckbrief beantwortet auf einer Seite die Fragen, die ISO 9001 in Kapitel 4.4 stellt. Er ist die ideale Ergänzung zur Prozessbeschreibung in docxpert und lässt sich als gelenktes Dokument mit dem Prozess verknüpfen:

  • Zweck und Ergebnis: Wofür gibt es den Prozess, was liefert er an wen?
  • Auslöser und Eingaben: Was startet den Prozess, welche Informationen und Materialien braucht er?
  • Ablauf in Hauptschritten: fünf bis zehn Schritte, Details stehen in den verknüpften Anweisungen.
  • Verantwortlichkeiten: Prozessverantwortliche Person und beteiligte Rollen.
  • Kennzahlen und Ziele: zum Beispiel Durchlaufzeit, Fehlerquote oder Termintreue, mit Zielwert.
  • Risiken und Chancen: die wichtigsten Risiken mit Maßnahmen.
  • Schnittstellen: Vorgänger- und Nachfolgeprozesse.

Prozesse auditieren statt Kapitel abhaken

Mit einer klaren Prozesslandschaft planen Sie interne Audits entlang der Prozesse. Die Auditorin nimmt den Prozesssteckbrief und die verknüpften Dokumente als Vorgabe, verfolgt einen echten Vorgang – etwa einen Kundenauftrag – und prüft an jedem Schritt die Nachweise. Feststellungen werden als CAPA erfasst und dem Prozess zugeordnet. So sehen Sie über die Zeit, welche Prozesse stabil laufen und wo es immer wieder hakt. Mehr dazu im Ratgeber internes Audit.

Normbezug

NormAnforderungUmsetzung
ISO 9001:2015, 4.4Prozesse bestimmen, mit Eingaben, Ergebnissen, Verantwortlichkeiten und dokumentierter InformationProzesse mit Kapitel, Verantwortlichen und verknüpften Dokumenten
ISO 9001:2015, 5.3Verantwortlichkeiten und Befugnisse zuweisenProzessverantwortliche je Prozess
ISO 13485:2016, 4.1.2Prozesse bestimmen und risikobasiert steuernProzessbeschreibung mit Bezug zu Risiko- und Dokumentenlenkung
ISO 14001 / 45001, 4.4Managementsystem mit Prozessen und WechselwirkungenGemeinsame Prozesslandschaft im integrierten Managementsystem

Was das Prozessmanagement bewusst nicht ist

docxpert ist kein Werkzeug zur grafischen Prozessmodellierung nach BPMN. Der Schwerpunkt liegt darauf, Prozesse mit Verantwortlichen, Normanforderungen und gelenkten Dokumenten zu verbinden. Ablaufdiagramme können Sie als Bestandteil eines Dokuments pflegen. Für die meisten KMU ist diese Kombination aus Beschreibung, Verantwortung und Dokumentenbezug genau das, was das Managementsystem braucht – ohne Modellierungsschulung.

Häufige Fragen

Wer sollte Prozessverantwortliche/r sein?

Eine Person mit fachlicher Kompetenz und Entscheidungsbefugnis für den Prozess, meist eine Führungskraft des Bereichs, der den größten Teil des Prozesses ausführt.

Wie viele Prozesse sollte ein KMU beschreiben?

Meist genügen zehn bis zwanzig Prozesse. Wichtiger als die Anzahl ist, dass Verantwortliche, Ergebnisse und zugehörige Dokumente klar sind.

Brauche ich eine grafische Prozesslandkarte?

Die Norm fordert keine Grafik, aber eine Übersicht über Prozesse und Wechselwirkungen hilft im Audit. Die Vorlage „Prozesslandkarte und Wechselwirkungen“ deckt das als gelenktes Dokument ab.

Kann ein Dokument zu mehreren Prozessen gehören?

Ja. Ein Dokument wie die Lenkung dokumentierter Information kann mit mehreren Prozessen verknüpft werden.

Wie hängen Prozesse und Audits zusammen?

Interne Audits werden oft nach Prozessen geplant. Die verknüpften Dokumente sind die Vorgaben, gegen die im Audit geprüft wird.

Unterstützt docxpert BPMN?

Nein, eine BPMN-Modellierung ist nicht enthalten. docxpert konzentriert sich auf Prozessbeschreibung, Verantwortung und Verknüpfung mit Dokumenten und Normanforderungen.

Kann ich Prozesse aus einer Vorlage übernehmen?

Die Vorlage für Prozesslandkarte und Wechselwirkungen liefert eine Struktur mit typischen Führungs-, Kern- und Unterstützungsprozessen, die Sie anpassen.

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